Umstellung auf Barhuf

Manch ein Pferdebesitzer plant die Umstellung von Beschlag auf Barhuf. Doch wann ist dafür der ‚richtige‘ Zeitpunkt und wie kann dieser Wunsch hoffentlich erfolgreich umgesetzt werden?

Wie Ihr vielleicht schon vermutet, ist es äußerst schwierig einen allgemein gültigen Zeitpunkt für die Umstellung zu definieren. Sehr oft wird der Herbst als idealer Umstellungszeitpunkt genannt, aber ich denke, auch da hängt es von vielen Faktoren ab…

Gleich vorab möchte ich erwähnen, dass man für die Umstellung auf Barhuf Geduld mitbringen sollte. Ich persönlich würde schon in der Zeit, wo man die Eisenabnahme ins Auge fasst, empfehlen einen Barhufbearbeiter (bzw. einen Schmied, der viel Barhuferfahrung hat) hinzuziehen, der sich die Hufe ansieht und seine Meinung bzw. Empfehlungen zur Umstellung einzuholen. Evtl. könnte es sinnvoll sein sich bereits im Vorfeld für die erste Zeit Hufschuhe anpassen zu lassen.

Die Eisenabnahme und erste Barhufbearbeitung würde ich in jedem Fall von jemandem vornehmen lassen, der mit Barhufen vertraut ist. Meist werden Pferde, die bisher vorne und hinten beschlagen waren, beim ersten Mal nur vorne oder hinten auf barhuf umgestellt. Manchmal wird als Übergangslösung auch ein Klebebeschlag eingesetzt. Hier kann ich nur empfehlen sich jemanden zu suchen, der wirklich Erfahrung hat und dessen Rat dann zu vertrauen.

War man früher gewohnt, dass man den Schmied so alle 6 bis 8 Wochen brauchte, sollte man sich gerade in der Anfangszeit darauf einrichten, dass der Barhufpfleger max. alle vier Wochen draufschauen sollte. Die ersten Intervalle können vielleicht noch kürzer sein.

Der ideale Umstellungszeitpunkt des jeweiligen Pferdes hängt sehr stark vom allgemeinen Zustand, der Haltung und Reitanforderungen ab.  Bei einem Pferd, das vielleicht noch im Fellwechsel steckt und im Frühjahr angegrast wird, würde ich beispielsweise keine Umstellung auf barhuf ins Auge fassen. Auch den Faktor Stress, zB. durch Stallwechsel oder Integration in eine neue Gruppe, würde ich nicht unberücksichtigt lassen.

Generell sollte man immer berücksichtigen, dass der Huf quasi als Ausscheidungsorgan tätig ist. Daher ist eine regelmäßige Bewegung für unsere Pferde enorm wichtig, da sonst Stoffwechselabfälle den Organismus stark beeinträchtigen können. Gerade ein Barhufpferd sollte auch immer mit verschiedensten Böden konfrontiert werden, damit der Huf dann auch entsprechend den Anforderungen ausgeprägt werden kann.

Ganz besonders wichtig für Barhufpferde ist auch ausreichende Feuchtigkeit. Damit meine ich nicht, dass man die Hufe täglich ölen oder fetten soll, nein, die Hufe brauchen einfach nur Wasser. Eine gute Methode, um den Huf zu befeuchten ist beispielsweise das Pferd auf eine befestigte Fläche zu stellen, den Boden nass zu machen und das Pferd dann z.B. während des Putzens einfach dort stehen zu lassen.

Toi Toi Toi,
Eva

PS: alle Aussagen hier beziehen sich gleichermaßen auf Frauen und Männer, auch wenn im Text aufgrund der Lesbarkeit nur die männliche Variante genannt wurde

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